Dienstag, 4. März 2008
Thailand und die Einstellung zum Geld
Thailand befindet sich gerade auf dem besten Wege, ein weiterer „Tiger“ zu werden, wie die wirtschaftlich starken Länder Asiens genannt werden. Damit verbunden ist materieller Wohlstand, zumindest für Einige. Gemäß der asiatischen Einstellung, dass man Wohlstand nicht zu verstecken braucht, ergeben sich daher Verhaltensweisen, die uns etwas befremdlich erscheinen mögen, bei näherem Hinsehen aber auch hierzulande nicht gänzlich unbekannt sind: Es wird geprahlt und angegeben, dass sich die Balken biegen. In Bangkok und anderen Städten wird tatsächlich mit Geld um sich geworfen. Jede auch nur angedeutete Sparmaßnahme wird als „geizig“ abgestempelt. Es ist eine Grundhaltung des Augenblicks, des Daseins nur im „Hier und Jetzt“ ohne große Gedanken über Zukunftsprobleme, die ja doch nur Kopfschmerzen, verursachen und ohnehin heute nicht gelöst werden können. Gerade diese Einstellung macht Europäern oft zu schaffen, denn es liegt ja auch etwas Wahres darin. Und jemand, der zuviel ins Nachdenken gerät, wird gerne als Miesepeterund Spielverderber abgestempelt - als jemand,der eben „zuviel nachdenkt“. Die „Hier und Jetzt“-Einstellung macht andererseits für viele Besucher gerade die Freiheit aus, die in Thailand zu herrschen scheint.
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